Textbeitrag OSP Report, Katharina Himmler

Katharina „Ena“ Himmler im OSP-Report

am 21.12.2007 - 14:14 Uhr



In der aktuellen Ausgabe des OSP-Reports, das Monatsmagazin der bayerischen Olympiastützpunkte, wird im Artikel „Von Sportlern und Managern“ das Thema Sportvermarktung von unterschiedlichen Gesichtspunkten beleuchtet. Mit dabei ist auch ein Textbeitrag von Ena Himmler, die dabei ihre persönlichen Erfahrungen aus ihrer Sportkarriere und ihrem Berufsleben wiedergibt.

Der Textbeitrag:

„Während in wenigen ausgewählten Sportarten wie dem Publikumsmagnet Fußball die Sponsorengelder immer weiter steigen, ist es in den meisten Sportarten mehr als schwierig finanzielle Mittel aus der Wirtschaft „frei“ zu machen.

Schwierigkeiten und Hintergründe dazu aus meiner Sicht:

Ein Marketing Manager kann aus einer unglaublichen Vielzahl Angebote und alternativer Werbeplattformen auswählen. Die Sportarten konkurrieren nicht nur untereinander um die Gunst der Industrie, sondern mit Musikfestivals, Bands, Stadtfesten, Internetportalen, Street Promotions usw.

Auch wenn die Kosten für ein Engagement bei „kleineren“ Sportarten vergleichsweise gering sind, ist oft die Unsicherheit über den Output, z.B. weil keine festen Fernsehzeiten zur Verfügung stehen, recht hoch. Das Budget wird eher in leicht kalkulierbare Sportarten mit sicheren Fernsehzeiten wie Fußball oder Biathlon investiert. Ob eine Sportart es in die festen Programme schafft hängt natürlich auch von den internationalen Erfolgen seiner Athleten ab.

Erst wenn nach den klassischen Engagements noch Budget übrig bleibt, wird über den Einstieg in etwas „exotischere“ Sponsorenkonzepte „kleiner“ Sportarten nachgedacht. Red Bull ist ein sehr erfolgreiches Beispiel für den umgekehrten Weg. Je ausgefallener eine Sportart, desto besser passt sie in die Strategie von Red Bull.

Grundsätzlich sollte eine Zusammenarbeit zwischen Sportart, Sportler oder Event und Unternehmen als langfristige Partnerschaft verstanden werden.

Die besten Chancen haben Sponsoringkonzepte bei denen sich das Engagement gut in alle Kommunikationskanäle (wie klassische Werbung, Kundenwerbung, PR, etc.) integrieren lässt. Letztendlich braucht es bei allen Sportarten immer einen überzeugten Fürsprecher und Sportfan im Unternehmen.“

Katharina (Ena) Himmler, ehemalige Snowboard-Weltmeisterin. Heute bei element-events GmbH (Vermarktung von Sport-Events)