
Tanja, Gitti und Ena
Drei Freundinnen auf Entdeckungsreise im Land der Wikinger Katharina "Ena" Himmler am 27.04.2006 - 21:09 Uhr
Schaut euch die Reportage von unserem Norwegen Trip im „Sportpanorama“ des SF1 am Samstag, den 30. April an. Weitere Reiseberichte findet ihr schon bald auch auf www.readyfornature.com:
Seit Jahren sprechen wir davon - ein Snowboard Trip nach Norwegen. Wir, das ist eine Gruppe von Snowboarderinnen, die sich alle in ihrer aktiven Zeit im Weltcup kennen gelernt haben. Zu diesem engen Kreis der „coregirls“ gehört auch Tanja Frieden. Als frischgebackene Olympiasiegerin und stolze Besitzerin eines zweiten, norwegischen Passes hat sie den größten Anteil daran, dass wir das Projekt so realisieren konnten. Auch die Österreicherin Gitti Köck hat spontan zu unseren Plänen zugesagt. Diese beinhalteten zunächst ein paar Tage im Haus der Familie Frieden nahe Oslo als „warming up“. Spätestens jetzt wurde jedem bewusst, dass wir das Land auf eine ganz besondere Weise erleben würden. Neben vielen, guten Kontakten und interessanten Geschichten rund um das Leben im Land der dunklen Winter und Trolle brachte Tanjas fließendes norwegisch einen weiteren Heimvorteil. Ob es an ihren Überredungskünsten oder doch an der Goldmedaille lag, dass wir die für Besucher abgesperrte Treppe der Holmenkollen Skisprung Schanze hoch laufen durften weiß keiner so genau. Vielleicht war es aber auch die Schlagkraft unserer vierköpfigen Crew von Filmer, Toner, Regisseur und Fotograph. Nur eins ist sicher. Eine tollere Aussicht über Oslo mit seinen vielen Inseln und Buchten ist nur vom Helikopter aus zu bekommen.
Auch in Narvik, der eigentlichen Basis unserer Unternehmungen, nördlich vom Polarkreis gelegen, lief alles wie am Schnürchen. Dank Kjetil, dem engagiertesten Mitarbeiter eines Tourismusbüros, den ich je kennen gelernt habe. Er gab uns innerhalb der ersten halben Stunde nach unserer Ankunft das Gefühl bereits alles über die Umgebung zu wissen. Als er noch ein Relief des Hauptgebietes zur Untermalung seiner Erzählungen aufdeckte wusste wir, warum uns alle diesen Modelnorweger als Kontakt wärmstens empfohlen hatten. Noch am gleichen Tag standen wir am Fuß der „Ganges Renna“, der wohl spektakulärsten Rinne Skandinaviens. Beim Anblick des engen, links durch Felsen und rechts durch eine 1000 Meter hohe senkrechte Wand eingesäumten Schneestreifens, der sich von 1200 m.ü.N. auf den Fjord hinunter windet war Tanja, Gitti und mir klar: „Wenn es irgendwie geht, wollen wir das Ding befahren.“
Wie es weiter geht könnt ihr schon bald hier lesen.